Digitale Gewalt begegnet uns heute überall: in Kommentaren, in Nachrichten, in unbedachten Worten, die ungefiltert auf Menschen treffen. Dieses Gedicht stellt die Frage, wie wir uns im Strudel der anonymen Stimmen behaupten können, ohne selbst hart zu werden. Ein Lebensgedicht über Verletzlichkeit, Verantwortung und den Wunsch, Liebe zu säen, wo sonst nur Lärm entsteht.
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Beschütze mich
Beschütze mich vor der Gewalt,
vor den zügellosen Worten,
die an meine Seele knallen.
Sie lassen sie los,
sie lassen sie fallen,
jede einzelne Silbe –
keine Gnade für uns alle.
Jeder tut seine Gedanken kund,
so viele unverblümte Meinungen,
so viele offene Wunden,
die im Netz nach Erlösung suchen.
Beschütze mich,
beschütze mich vor den Zeilen.
Sie denken nicht nach,
bevor sie ihren Wahnsinn teilen.
Kein Bedacht,
keine anerkannten Fakten,
nur noch geschürter Hass,
der auf Menschen prasselt.
Der Anstand ist verloren,
ein anonymer Wirbelwind.
Die Stimmung kippt so schnell,
weil alle sich im Mitleid sonnen.
Beschütze mich,
beschütze mich vor der Gewalt
und nicht so zu werden wie sie.
Ich möchte Liebe säen statt Lärm.
Abschluss:
Dieses Gedicht macht sichtbar, wie zügellos Worte im digitalen Raum geworden sind und wie notwendig es ist, innere Grenzen zu setzen. Es lädt ein, bewusst zu sprechen, Verantwortung zu übernehmen und dem Lärm etwas entgegenzusetzen: Liebe, Bedacht und Menschlichkeit.
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Alexander
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