So laut du kannst

Manchmal braucht es kein Flüstern, sondern Lautstärke.
Ein Gedicht über das Aufbegehren gegen die Stille
und das Wiederfinden der eigenen Lebendigkeit.


Lach, so laut du kannst,
denn das Weinen macht nur Angst.
Schrei, so laut du kannst,
denn Stille verrinnt wie Sand.

Stille wie ein weißes Kleid
vereint Nacht und Einsamkeit,
und wie so oft zur Winterzeit
spielt die Kälte eine Rolle dabei.

Lach, so laut du kannst,
es beruhigt den Verstand.
Schrei, so laut du kannst,
die Einsamkeit verbannt.

Du wirst spüren,
wie dich das Leben bewegt,
dich aus deinem Inneren trägt
und dich immer wieder neu belebt.


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Zerrissen

Manchmal ist Liebe kein Bleiben.
Sie ist ein Stoßen und Zurückziehen,
ein Rufen und Wegschicken zugleich.
Was bleibt, ist das Dazwischen.


Verlass mich,
geh fort,
so weit wie möglich,
geh fort!
Wohin es dich auch verschlägt,
schreib mir nicht.
Keine Zeile,
keinen Ort,
nicht eine Silbe.

Verlass mich,
geh,
pack dein Zeug!
Nimm all deine Erinnerungen
und die meinen.
Lass sie schmerzen
und mich vergessen.

Verlass mich,
geh!
Dreh dich nicht um!
Ein schneller Schritt
verhilft zu einem schnellen Ende.

Ein Bild,
auf dem Klavier vergessen.
Erinnerungen bleiben,
vergessen von dir.
Das Tor sich schließt,
Tränen,
der Türrahmen mich stützt.
Das Bild in der Hand sich in mir vertieft.
Gedanken.

Verlass mich nicht,
geh nicht fort,
bleib in meiner Nähe,
gib mir ein Zeichen.

Sie ist fort.


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Sonnenstrahl

Manchmal ist Liebe kein Versprechen,
sondern der Wunsch,
einen Menschen von innen zu sehen
und ihm näher zu sein, als Worte es erlauben.


Ich wäre so gern ein Sonnenstrahl,
dann könnte ich dich durchdringen,
dich von innen sehen,
dich verstehen,
einfach auf dich eingehen.

Dich bedrückt das Leben,
fordert anscheinend einen Preis,
den du gewillt bist zu geben,
bestrafst dein Seelenheil,
Liebe ist abgestorben in dir.

Es wäre so schön,
dein Sonnenstrahl zu sein.
Etwas zu öffnen in dir,
gegen dein Bestreben,
um dich zu verstehen.

Das ungeliebte Leben,
welches du führst,
ist den Preis nicht wert,
den du gewillt bist zu geben.
Dein Seelenheil wird’s nie verstehen.

Es wäre so schön,
ein Sonnenstrahl zu sein in deinem Leben,
denn wo die Sonne scheint,
ist dein Lachen zu sehen,
da beginnt das Verstehen.


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Gebrochenes Eis

Dieses Gedicht beschreibt eine erste Begegnung in ruhigen,
beobachtenden Bildern. Es folgt dem langsamen Annähern zweier Menschen ohne Vorausdeutung.

GEBROCHENES EIS

Nichts ahnend,
nicht denkend
ging ich durch den Gang.
Versunken, unbekümmert,
bis ein Treffen zweier Welten,
ein Tasten der Gesichter,
ein Leuchten in den Augen.

Der erste Blick,
der Auftakt des Abends.
Suchende Blicke,
sich im Kreise drehen,
suchen nach ihrem Gesicht.

Am Tisch,
am Ende des Raums,
ein Bild des Vertrauens,
Blicke tauschen sich aus.

Gespräche lenken ab,
bestell Getränke an der Bar.

Als sie neben mir stand,
das erste Wort fiel.
Zur rechten Zeit
das Eis gebrochen war.


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Ein Zelt aus Liebe

Dieses Liebesgedicht erzählt von Nähe unter fremden Blicken.
„Ein Zelt aus Liebe“ alias „Starren“ beschreibt den Schutzraum, den zwei Menschen füreinander bilden, wenn Neid und Eifersucht von außen wirken.

Sie starren uns an,
dich und mich.
Eine Weile vergeht,
bis Augen sich bewegen.

Spürst du Blicke
so schwer auf der Haut,
hörst du die Sprüche
wie Schreie im Ohr?

Der falsche Neid
durch ihre Herzen bohrt,
der Wahnsinn
ihre Sinne betört.

Ein Zelt aus Liebe
für dich und mich,
der Schutz
vor nackter Eifersucht.


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Kein Held

Dieses Liebesgedicht erzählt von dem Moment, in dem man erkennt, dass Liebe allein nicht genügt. „Kein Held“ beschreibt den schmerzhaften Entschluss, loszulassen, weil man nicht die Rolle erfüllen kann, die erwartet wird.

Ich kann nicht dein Held sein,
denn meine Macht ist zu klein
für uns zwei.
Die Einsamkeit kommt so schnell,
ich kann’s nicht ändern,
verzeih.

Deine Lippen
in meinen Gedanken,
sie spielen mit mir.
Meine Haut kann sich erinnern,
so schön waren die Küsse
von dir.

Such dir einen Helden,
der so stark liebt,
dass es weh tut –
wie bei mir.

Lass dich beschützen,
nur nicht von mir.
Ich wäre gern dein Held,
nur Liebe allein
gibt keine Kraft,
so lass ab
von mir.

Dein Held wird gehen.

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Im Taxi nach Hause

Manche Heimfahrten sind mehr als ein Weg von A nach B.
Dieses Liebesgedicht erzählt von Nähe, Vertrautheit und dem leisen Abschied, der zwischen Ankommen und Alleinsein liegt.


Im Taxi nach Hause

Du fährst mich heim
durch die dunklen Straßen,
und die Scheinwerfer biegen
gemeinsam ab,
weil das Navi sie vereint,
in eine Richtung verwiesen hat.

Die kleinen Lichter leuchten
überall in der Dunkelheit,
in den Gärten und den Fenstern.
Alles weihnachtlich glitzert,
so friedlich das dunkle Zelt,
das mich in die Fahrt einhüllt.

Und du fährst mich,
wie im Taxi, nach Hause,
wehmütig gegen die Zeit,
spaltest meinen Geist
in Hoffnung und Einsamkeit
mit deiner Vertrautheit.

Und irgendwo zwischen Ankommen
und dem Öffnen der Tür
bleibt etwas von mir
auf dem Beifahrersitz zurück,
wartet im Nachglühen der Wärme,
bis auch diese Nähe verstummt.


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An Wochenenden

Kurzes Liebesgedicht über Nähe

Manchmal ist Liebe
nicht groß.
Nicht laut.
Nicht geplant.

Manchmal ist sie ein Wochenende,
das sich verliert zwischen Nähe, Lachen
und dem Gefühl, dass Zeit plötzlich keine Rolle mehr spielt.

Dieses kurze Liebesgedicht erzählt von genau diesen Momenten:
von Körpernähe, Vertrautheit und dem stillen Glück,
wenn nichts zählt – außer wir.


An Wochenenden

An Wochenenden
mit Dir endlos schmusen,
nach der Unterwäsche suchen.

Unsere Blicke festhängen
beim Duschen,
Hand in Hand das Weite suchen.

Nichts bestimmt unsere Zeit,
sind wir zu zweit.


Ein Gedicht über Nähe und Freiheit

Dieses kurze Gedicht beschreibt Liebe im Alltag:
ungeplant, leicht, vertraut.
Es geht um Nähe ohne Eile
und um Freiheit, die entsteht,
wenn zwei Menschen sich wirklich sehen.


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Ich habe Angst, dich zu lieben

Dieses Liebesgedicht über Angst erzählt von der leisen Furcht, jemanden zu verlieren, den man liebt. Von Nähe, die mutig macht – und verletzlich zugleich. Ein Text für alle, die lieben, obwohl sie Angst haben.


Ich habe Angst, dich zu lieben
Fehler zu begehen und dich zu verlieren,
weil manchmal eine Kleinigkeit reicht,
alles Schöne zu entzweien.
Und wir beide sind so schön zu zweit.

Was wird am Ende von uns siegen,
wenn wir versuchen, uns zu belügen?
Alles, was wir beide sind,
ist füreinander doch bestimmt,
unsre Liebe macht nur zusammen Sinn.

Unsere Liebe wird uns führen,
viele Fragen und Antworten, die verführen,
schaffen Raum für dich und mich.
Unsere Entscheidungen siegen nicht,
am Ende sind sie nur ein Weg.

Ich habe Angst, dich zu lieben
und am Ende alles zu verlieren,
weil wir beide sind,
was ich schon immer haben will,
das, was mich so glücklich stimmt.


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Die vier Kerzen – Liebe im Licht des Advents

Manche Texte wollen nicht erklärt werden.
Sie wollen gelesen werden.
Still. Langsam. Wie man Kerzen anzündet.

Dieses Gedicht ist einer dieser Texte.

Vier Kerzen

Die erste Kerze sucht nach dir,
gräbt sich durch die Dunkelheit,
verbindet Licht mit Schatten,
ein Tunnel aus Achtsamkeit.

Die zweite Kerze verlangt nach dir,
zeigt mir langsam den Weg,
ein kleines tanzendes Lichterspiel
bahnt sich durch die Straßen.

Die dritte Kerze führt mich zu dir,
findet den Raum, mein Ziel,
meine Silhouette der Liebe –
so schön funkelt die Begierde.

Die vierte Kerze verbindet mich mit dir,
bringt uns beide zum Leuchten,
weil wir nun ein Ganzes sind,
das, was wohl Liebe bedeutet.

Vielleicht liest du es einmal.
Und dann noch einmal.
Denn manche Worte sind wie Licht:
Sie verändern den Raum, in dem man steht.

Lies mehr Poesie Pur – dort warten Gedichte voller Emotion und Wahrhaftigkeit. Oder entdecke modernen Liebesgedichte, wenn du Liebe fühlen willst. Mehr Inspiration findest du im Männerrosa Gedichte Blog.

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Männerrosa: Liebesgedichte & Herzenssprüche

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