Ich vermisse dich

Manchmal ist das Schmerzlichste am Vermissen nicht die Abwesenheit eines Menschen, sondern die Angst, die gemeinsamen Erinnerungen könnten mit der Zeit verblassen. Aus klaren Bildern werden Fragmente, aus vertrauten Gesprächen einzelne Worte. Dieses Gedicht erzählt von der Sehnsucht nach einem Menschen, dessen Spuren im Herzen bleiben, auch wenn sie im Gedächtnis langsam verschwimmen.

Ich vermisse dich

Ich vermisse dich und
vermag nicht zu sagen, wie sehr.
Die kleinen Erinnerungsstückchen scheitern,
scheitern am Gesamtbild –
keine Vervollständigung mehr.

Ich vermisse ein Bild,
eine Erinnerung an dich.
Sie ist so unklar,
Gedanken lassen mich im Stich,
das Puzzle ist unvollständig.

Ich vermisse den Moment,
in dem wir zusammen rumspinnen.
Kann die Worte doch nicht mehr fassen,
bei denen du lächelst –
alles fängt an zu verblassen.

Ich vermisse dich.
Mit all den Bildern, die schwinden,
den Worten, die keine Sätze mehr bilden.
Alles, was bleibt, sind Fragmente von dir.
Papa, es tut weh, dich nicht mehr zu spüren.

Erinnerungen bewahren einen Menschen oft länger als Fotografien oder Gegenstände. Doch selbst wenn einzelne Bilder verblassen, bleibt die Bedeutung dessen, was einmal war. Vielleicht sind es gerade die Fragmente, die zeigen, wie tief eine Verbindung wirklich gewesen ist.

Möchtest du noch mehr lesen?
In moderne Liebesgedichte findest du Gedanken, Bilder und leise Beobachtungen. Weitere Texte entdeckst du im Männerrosa Gedichte Blog. Dieses Gedicht ist Teil meines Buches
Der Liebe ist es egal, wen du liebst.

Loading

Zerrissen

Manchmal ist Liebe kein Bleiben.
Sie ist ein Stoßen und Zurückziehen,
ein Rufen und Wegschicken zugleich.
Was bleibt, ist das Dazwischen.


Verlass mich,
geh fort,
so weit wie möglich,
geh fort!
Wohin es dich auch verschlägt,
schreib mir nicht.
Keine Zeile,
keinen Ort,
nicht eine Silbe.

Verlass mich,
geh,
pack dein Zeug!
Nimm all deine Erinnerungen
und die meinen.
Lass sie schmerzen
und mich vergessen.

Verlass mich,
geh!
Dreh dich nicht um!
Ein schneller Schritt
verhilft zu einem schnellen Ende.

Ein Bild,
auf dem Klavier vergessen.
Erinnerungen bleiben,
vergessen von dir.
Das Tor sich schließt,
Tränen,
der Türrahmen mich stützt.
Das Bild in der Hand sich in mir vertieft.
Gedanken.

Verlass mich nicht,
geh nicht fort,
bleib in meiner Nähe,
gib mir ein Zeichen.

Sie ist fort.


Möchtest du noch mehr lesen?
In Moderne Liebesgedichte findest du Texte über Verlust, Nähe und innere Brüche.
Weitere Gedichte entdeckst du im Männerrosa Gedichte Blog.

Loading

Ich habe Angst, dich zu lieben

Dieses Liebesgedicht über Angst erzählt von der leisen Furcht, jemanden zu verlieren, den man liebt. Von Nähe, die mutig macht – und verletzlich zugleich. Ein Text für alle, die lieben, obwohl sie Angst haben.


Ich habe Angst, dich zu lieben
Fehler zu begehen und dich zu verlieren,
weil manchmal eine Kleinigkeit reicht,
alles Schöne zu entzweien.
Und wir beide sind so schön zu zweit.

Was wird am Ende von uns siegen,
wenn wir versuchen, uns zu belügen?
Alles, was wir beide sind,
ist füreinander doch bestimmt,
unsre Liebe macht nur zusammen Sinn.

Unsere Liebe wird uns führen,
viele Fragen und Antworten, die verführen,
schaffen Raum für dich und mich.
Unsere Entscheidungen siegen nicht,
am Ende sind sie nur ein Weg.

Ich habe Angst, dich zu lieben
und am Ende alles zu verlieren,
weil wir beide sind,
was ich schon immer haben will,
das, was mich so glücklich stimmt.


Mehr Liebesgedichte lesen → im Gedichte Blog
Weitere moderne Liebesgedichte

Loading

Männerrosa: Liebesgedichte & Herzenssprüche

Verpass keine Zeile mehr

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.