Dating ist manchmal Hoffnung, manchmal Müdigkeit – und oft beides zugleich. Dieses lustige Gedicht erzählt ironisch vom Frust des Kennenlernens, von Erwartungen, kleinen Enttäuschungen und dem leisen Lächeln, das trotzdem bleibt.
Date
Ich kaufe mir was für die Augen
und für den Mund.
Oh, ein bisschen Hyaluron,
dann gefalle ich dir schon.
Heute mal wieder rasieren.
Der letzte mochte es haarig,
nix mit künstlichem Rasen.
Was Echtes über meine Narben.
Schnell noch trainieren,
meine Muskeln strapazieren,
bisschen was gegen den Dating-Frust,
das T-Shirt sitzt bis zum Lendenschutz.
Ab in die Röhre.
Die Jeans passt bis zur Knöchelhöhe.
Man, gut gibt es Elasthan,
so, noch ein paar Duft Spritzer, T-Shirt ran.
Da sitze ich mit dir,
du schaust auf meine Brust.
Ja, ich hab trainiert,
kennst du meine Augen schon?
Seine Augen nicht vom Bizeps weichen,
eigentlich ist er ganz hübsch.
Kann er auch meinen Worten lauschen?
Oder wieder nur so ein Checker Typ.
Der Wein wird nicht weniger,
er redet über seine Verehrer.
Hast du auch an mir Interesse?
Oder doch nur eine hübsche Fresse.
Ja, ich weiß das ist nicht nett,
aber wer will denn nur was fürs Bett?
Vielleicht eher was fürs Sofa,
Zusammen auch mal im Foodkoma.
Ich glaub, das wird heut wieder nix.
Er fragt gar nix über mich.
Ich stell erstmal das Daten ein
und bleib für mich, allein.
Aber pssst!
Wenn du da draußen bist
und mit Herz und Kopf bestichst,
dann antworte auf dieses Gedicht.
Zeit vergeht nicht laut. Dieses Lebensgedicht nähert sich der Vergänglichkeit des Lebens in ruhigen Bildern und nachdenklichen Momenten – zwischen dem, was war, und dem, was bleibt.
Einst,
als ich in den Spiegel sah,
war ich jung.
Die Zeit
mich mitgenommen hat,
auf ihren Weg
in die Zukunft.
Einst,
vor langer Zeit,
ging ich in den Gossen
bei Nacht
und suchte
einen Weg für den Tag.
Die Zeit
hat mich vergesslich gemacht.
Einst,
im Rausch,
sah ich die Zukunft
des Lebens auf der Erde.
Die Zeit
hat ihre eigenen Regeln gemacht.
Einst,
als ich jung war
und mich im Spiegel erkannte,
wusste ich,
dass nur die Zeit
mein Gegenspieler sein konnte.
In einer Welt, die Liebe oft nur in vertraute Muster presst, ist queere Poesie ein sanfter Aufbruch. Sie erzählt von Sehnsucht, Zärtlichkeit, Identität und Sichtbarkeit – in einer Sprache, die nicht erklären will, sondern fühlen lässt. Queere Lyrik gibt jenen eine Stimme, deren Geschichten zu lange überhört wurden. Sie zeigt: Liebe ist nicht starr – sie ist fließend, ehrlich, individuell.
Und genau dort setzt mein Buch „Männerrosa“ an: Es ist eine Sammlung von Liebesgedichten und Zitaten, geschrieben für alle, die lieben – ohne Schublade, ohne Angst, ohne Versteck. Die Texte in „Männerrosa“ bewegen sich zwischen leiser Verletzlichkeit und selbstbewusster Zärtlichkeit. Sie erzählen von männlicher Sanftheit, queerer Nähe, Herzmomenten – und lassen viel Raum für eigenes Gefühl.
Queere Lyrik gibt jenen eine Stimme, die lange keine hatten. Sie ist politisch und persönlich, leise und laut, verletzlich und stark. Sie zeigt, dass Liebe nicht erklärt werden muss – nur gefühlt.
💬 Was bedeutet queere Lyrik eigentlich?
Queere Poesie umfasst Gedichte, Zitate und Texte aus der Perspektive queerer Menschen – also lesbisch, schwul, bi, trans, nicht-binär, pansexuell oder einfach jenseits gesellschaftlicher Normen. Sie bricht mit klassischen Geschlechterrollen und Normbeziehungen und macht Platz für emotionale Vielfalt. Schlisst aber auch niemanden aus.
In einer queeren Liebeserklärung steckt oft mehr als Romantik. Es geht um Identität, Selbstakzeptanz und die Suche nach Sichtbarkeit. In jeder Zeile liegt Mut – und oft auch eine stille Revolte gegen das Unsichtbarsein.
📖 „Männerrosa“ – ein Buch, das Liebe neu denkt
Mit meinem Buch „Männerrosa“ möchte ich queerer Poesie Raum geben. Die Sammlung aus Liebesgedichten und Liebeszitaten bewegt sich bewusst zwischen den Kategorien – zwischen männlich und weich, zwischen romantisch und roh. Sie fragt nicht: „Wen darfst du lieben?“ – sondern sagt: „Lieb, wie du liebst.“
„Männerrosa“ ist mein Versuch, Männlichkeit zart zu denken und Liebe so ehrlich wie möglich in Worte zu fassen. Dabei geht es nicht um Labels, sondern um Gefühle, die bleiben – egal, wie die Welt sie nennt.
🌈 Warum queere Poesie für alle da ist
Du musst nicht queer sein, um queere Gedichte zu lieben. Gerade ihre Offenheit lädt dazu ein, sich in anderen Perspektiven wiederzufinden oder neue kennenzulernen. Wer Poesie liebt, weiß: In einem einzigen Vers kann die ganze Welt stecken – auch die queere.
Queere Poesie auf Deutsch ist noch im Kommen. Aber sie wächst – online, auf Instagram, auf kleinen Bühnen und zwischen Buchdeckeln wie bei „Männerrosa“. Sie ist eine Einladung, offen zu fühlen.
✨ Queere Lyrik ist mehr als ein Genre – sie ist ein Bekenntnis
Wer sich auf queere Poesie einlässt, entdeckt nicht nur neue Stimmen, sondern auch neue Möglichkeiten zu lieben, zu denken und zu träumen. In Zeiten, in denen Sichtbarkeit zählt, ist jedes Gedicht auch ein Statement.
Und vielleicht findest du ja gerade in einem Text aus „Männerrosa“ einen Funken von dir selbst.
Ich mag den neuen Song von Shawn Mendes sehr.
Die Lyrics und die Gedanken dahinter sind berührend:
Honestly It’s been a while since I’ve thought of you In the end we didn’t talk much I didn’t know what you were going through
I’m sorry that I wasn’t there, to hug your mama at the funeral Brian said he broke down, but he promised it was beautiful
When we were young We didn’t care We shot for the stars I see you up there
You had a heart of gold (yea!) You had a heart of gold You left too soon It was out of your control, underneath your skin and bones You had a heart of gold
I didn’t cry, I didn’t even feel the pain And then it hit me all at once When we talked about you yesterday
When we were young (when we were young) We didn’t care (we didn’t care) We shot for the stars (we shot for the stars) I see you up there
You had a heart of gold (yea!) You had a heart of gold You left too soon It was out of your control, underneath your skin and bones You had a heart of gold
When we were young We didn’t care We shot for the stars I see you up there You had a heart of gold When we were young (ooo, ohh) We didn’t care (we didn’t care) We shot for the stars I see you up there You had a heart of gold
Schaut mal in den Link rein. Eine Schöne Version und die Story dahinter auf dem YouTube Kanal von Shwan Mendes.
-A
Letzte Weihnachtsgeschenke findest du in meinem Shop 😉
Schau mich nicht so an,
ich weiß, woran du denkst.
Schau mich nicht so an,
ich kann nicht mehr,
ich bin leer.
Reicht dir letzte Nacht nicht?
Und heute, am frühen Morgen?
Ja, ich weiß, der Tag ist lang,
wir haben noch andere Sorgen,
und es gibt auch noch morgen.
Wehe, du ziehst dich aus!
Behalte deine Sachen an!
Du bist ein Monster,
du weißt, dass ich dir nicht widerstehen kann.
Behalt das T-Shirt an.
Du ziehst mich nicht aus,
keine Chance.
Da hilft auch kein Kuss,
nein, auch keiner zweiter.
So, nun ist Schluss.
Du spielst die Musik
von letzter Nacht.
Du willst mich berauschen,
mich betäuben.
Woher nimmst du nur diese Kraft.
Du denkst, du bekommst mich mit diesem Tanz,
schmiegst dich von hinten an,
berührst mich auch noch so sanft.
Der Duft und diese Kraft,
ich kann nicht mehr.
Du hast mich erwischt,
in einer schwachen Sekunde,
im Bett für eine weitere Stunde.
Nur mit dir Ist Liebe wie ein Spiel,
auf dem Klavier – dramatisch und sanft wie wir.
Zappen ist nicht so mein Ding.
DVDs sind doch schon lange nicht mehr in.
Politik-Talk ist doch immer dasselbe.
Reden und reden, kommen vom Regen in die Traufe.
Ich nenne es Verblödungs-TV.
Ja ja – Adam und Eva nackt auf einer Insel anschauen.
Ne ne – da ist mir meine Zeit zu schade,
ich stell mir erstmal mein Sofa gerade.
Nach Lesen steht mir heute auch nicht der Sinn,
da lieg ich nun auf meinem kuschligen Ding.
Nen Podcast auf Apple wählen.
Wow, Gedichte kann man nun auch hören.
Ich bin die Liebe.
Ja ja, Liebe, Triebe, Heiterkeit,
mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid.
Oh, ein Podcast über Zähne ist auch dabei.
Irgendwie ist das alles heute nicht meins.
Ok, Netflix, mal sehen, was da heute so erscheint.
So ein richtiger Klassiker wäre geil,
mit Chips, M&M´s und Popcorn Dreierlei.
Uhhh, wenn Sylvester mal wieder
„Adrian“ schreit
und Tom Cruise als Jerry McGuire
“Du vervollständigst mich” – säuselt
und Rene Zellweger fast dabei weint.
Es wird eine lange Nacht.
Ich mich nicht entscheiden kann.
Wer setzt wen schachmatt?
Oder doch Bud Spencer – „Buddy haut den Lucas“?
Mal so richtig gruseln.
Bei Dracula ich mich ja eher vor Lachen kugle.
“ES” hat’s da bei mir schon leichter.
Eine Clown-Maske wiegt so schwer wie 13 böse Geister.
Uhhh, eine spanische Telenovela!
Ok – es sind eher die hübschen Schauspieler
als der Inhalt und das Thema.
Ab und an braucht man das fürs Langweile-Schema.
Jetzt wird es aber Zeit,
Es ist doch schon halb eins.
Was zum Einschlafen wäre doch nett,
also noch etwas Politik und ab ins Bett.
-A
Alle gesprochene Gedichte findest du im Moment auf allen Streaming Plattformen. Alle Links
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