Die Wintersonnenwende markiert den kürzesten Tag des Jahres.
Nicht als Bruch, sondern als leise Bewegung. Dieses Wintersonnenwende-Gedicht betrachtet nicht die Zeit selbst, sondern ihre Gestalt – das Licht, das zaghaft zurückkehrt, und die Nacht, die allmählich Raum verliert.
Gedicht
Der Tag zeigt sich
von seiner kürzesten Seite.
Nicht von der Zeit,
eher durch seine Gestalt.
Denn das Licht des Tages,
das sich durch das Grau
und den weiten Nebel zieht,
ist so viel kürzer, als an allen
anderen, noch so schönen Tagen.
Der Winter die Sonne wendet,
und die tiefe schwarze Nacht
mit all ihren Diamanten
leuchtet ein bisschen länger,
ein bisschen verworrener.
Denn nun ist es an der Zeit,
die Sekunden abzugeben,
dass der Tag an Licht gewinnt
und der Nacht die Länge schwindet.
Gedanken zur Wintersonnenwende
Die Wintersonnenwende ist kein lauter Neubeginn.
Sie ist ein Versprechen in kleinen Schritten. Sekunde für Sekunde kehrt das Licht zurück – unaufdringlich, fast unbemerkt. Genau dort verortet sich dieses Gedicht: im Übergang zwischen Dunkel und Hoffnung.
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– Alexander
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