Wintersonnenwende Gedicht: Wenn der Tag an Licht gewinnt

Die Wintersonnenwende markiert den kürzesten Tag des Jahres.
Nicht als Bruch, sondern als leise Bewegung. Dieses Wintersonnenwende-Gedicht betrachtet nicht die Zeit selbst, sondern ihre Gestalt – das Licht, das zaghaft zurückkehrt, und die Nacht, die allmählich Raum verliert.


Gedicht

Der Tag zeigt sich
von seiner kürzesten Seite.
Nicht von der Zeit,
eher durch seine Gestalt.

Denn das Licht des Tages,
das sich durch das Grau
und den weiten Nebel zieht,
ist so viel kürzer, als an allen
anderen, noch so schönen Tagen.

Der Winter die Sonne wendet,
und die tiefe schwarze Nacht
mit all ihren Diamanten
leuchtet ein bisschen länger,
ein bisschen verworrener.

Denn nun ist es an der Zeit,
die Sekunden abzugeben,
dass der Tag an Licht gewinnt
und der Nacht die Länge schwindet.


Gedanken zur Wintersonnenwende

Die Wintersonnenwende ist kein lauter Neubeginn.
Sie ist ein Versprechen in kleinen Schritten. Sekunde für Sekunde kehrt das Licht zurück – unaufdringlich, fast unbemerkt. Genau dort verortet sich dieses Gedicht: im Übergang zwischen Dunkel und Hoffnung.


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– Alexander

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Du sammelst mich auf

Manchmal ist Liebe kein Begehren, sondern Bleiben.
Dieses Liebesgedicht erzählt von Freundschaft, von Nähe in schwierigen Momenten und davon, wie es sich anfühlt, aufgefangen zu werden, wenn man selbst nicht mehr kann.

Du sammelst mich auf,
wenn alles zerbricht.
Du sammelst mich auf,
wenn das Herz zerbricht,
aufhört zu schlagen
und nichts mehr
durch die Adern fließt.

Du fegst alles zusammen
und nimmst mich mit zu dir.
Du versuchst zu beleben,
was sich kaum noch regt.
Das T-Shirt ist mit Tränen besät
und trocknet kaum auf dem Weg zu dir.

Dein Bett wiegt mich in Geborgenheit.
Die Stille und eine liebevolle Umarmung
beruhigen mein Herz für den Moment.
Doch die Nacht verrät Unruhe,
weil meine Gefühle so wild in mir spielen.
Die Zigaretten in der Küche verglühen.

Die ganze Nacht sitz ich nun hier,
rauche eine nach der anderen,
bis die Sonne den Mond wegschiebt.
Ich versuche zu verstehen,
gähnend im Sonnenaufgang:
Wie konnte das alles passieren?

Du sammelst mich auf
in der rauchigen Morgenluft.
Machst mir Frühstück und bist der
Freund, der nicht zu fragen versucht.
Du ergründest nicht die Situation,
bist einfach nur da für mich.
Nichts ist mehr, wie es ist.

Was bleibt, sind Ränder aus Salz
und der Gang in diese Welt,
wie auf tausend Nadeln.
Jeder einzelne Stich geht direkt ins Herz
und bohrt die Wunden weiter auf,
versetzt mich in einen Rausch.

Doch du sammelst mich auf.

-A

Weitere Texte findest du im Gedichte Blog.

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Die Welt spricht Krieg – ein Gedicht über Macht und Profit

Die Welt spricht Krieg,
all die kleinen Scherben
von Neununddreißig
noch immer auf dem
braunen Boden liegen.

Niemand hat je gesiegt,
wenn die Freiheit brennt
und die Demokratie
wieder und wieder
unter Beschuss steht.

Mit Waffen wird gezählt,
mit blutigen Körpern bezahlt,
und das Geld wächst
mit zitternden Zollverhandlungen
im Schatten der Gewalt.

ETFs sind die neuen Fahnen,
ihr Flattern klingt nach Profit.
Im Lärm des Krieges
wird mehr und mehr Geld verdient.
Krieg ist eine Maschinerie.

Die Welt spricht Macht.
Zweiundzwanzig wagt einer,
was keiner wagt,
schiebt sich vor in ein Land
mit Propaganda und Größenwahn.

Aus Braun wird Blau,
Angst und Unmut wachsen,
schaffen neugeborenes Vertrauen.
„Wir schaffen das“
hat in der Gesellschaft keinen Platz.

…Fortsetzung folgt

Das Gedicht „Die Welt spricht Krieg“ reflektiert die Wiederkehr alter Muster: Krieg, Nationalismus, Machtstreben und wirtschaftlicher Profit bestimmen erneut die Weltordnung. Die Anspielung auf „Neununddreißig“ erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkriegs, dessen „Scherben“ noch immer auf dem „braunen Boden“ liegen – ein Sinnbild für die unbewältigte Vergangenheit.

Gleichzeitig zeigt das Gedicht, wie moderne Kriege nicht nur mit Waffen, sondern mit Wirtschaft, Medien und Märkten geführt werden. „ETFs sind die neuen Fahnen“ verdeutlicht die Kommerzialisierung des Krieges – Profit wird zur neuen Ideologie.

Im letzten Teil verweist die Zeile „Aus Braun wird Blau“ auf politische Verschiebungen und das Wiedererstarken rechter Strömungen in Europa.
Das Gedicht endet mit einer düsteren Note: „Wir schaffen das“ – einst Symbol des Zusammenhalts – hat in der aktuellen Gesellschaft keinen Platz mehr.

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Danke fürs Vorbeischauen

Alexander

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Momente

Dieses Lebensgedicht folgt den Momenten eines Tages – vom Erwachen bis zur Nacht. Es erzählt von Farben, Stimmungen und Wahrnehmungen, die den Alltag begleiten und ihm Tiefe verleihen.


Lebendsgedicht „Momente“

Eine Nacht geht zu Ende,
der Tag beginnt.
Verschwommene Momente besinnen
rote Glut in blauer Pracht,
scheinendes Gelbes ist erwacht,
Strahlen des Lebens durchdringen die Phasen des Tages.

Grau ist der Regen,
von Stürmen umgeben,
blühende Wesen mich bewegen,
einsam im Grünen auf sie angewiesen.

Farbig das Leben schreit
in Streifzügen durch den Wald,
niederdrückende Wärme schafft den Geist.

Barfuß die Kälte ich spür,
auf dem Eis des Sees, den ich berühr,
kriechend im Schnee
eine feuchte Atmosphäre verspür.

Ein Tag geht zu Ende,
die Nacht beginnt,
düstere Momente besinnen,
schwarze Nacht verarbeitet Erlebnisse des Tages,
glühende helfen beim Schlaf.


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Herz in Lockdown

Mein Herz ist locked,
mein Herz ist down
schon seit einer Ewigkeit
kein Entkommen.

Mein Herz ist locked
von der Welt
abgeriegelt in sich gekehrt.

Mein Herz ist down,
verstummt in Leere
in unendlichen Träumen.

Mein Herz ist locked,
wartet auf die Zeit
das Ende der Verschlossenheit.

Mein Herz ist stark,
wird wiedergeboren
aus dem Lockdown.

-A

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HERZSCHLAG

Ich bin draußen,
liege im Gras,
spüre den Duft,
Frische weht durch mein Haar.

Der Wind weht sie in mein Gesicht,
doch ich spüre sie nicht.
Da ist der Duft, der mich berührt.
Es ist sie, sie, die ich spür.

Kann es sein?
Nein,
das Licht sie längst genommen hat,
schon vor langer Zeit.

Die Augen langsam aufgemacht,
ein Bild von ihr in den Himmel ragt.
Genau so schön, als sie noch bei mir war,
ihr Haar wie Seide glänzt,
mein Herz verbrennt.

Ein offenes Feuer entfacht,
Wasser in den Augen lag.
Ein Schrei in die Ferne warf,
als meine Seele zerbrach.

Der Traum zerplatzt,
der Himmel leer,
der Schmerz bleibt,
mein Körper kann nicht mehr.

-A

Hier kannst du mehr Liebesgedichte lesen

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Allgegenwärtig

Auch wenn die Sonne heute nicht scheint,
deine Augenlider schwer
und dein Vertrauen sinkt.

Ich bin da.

Dein Mund nicht spricht,
die Gedanken dich verletzen
und deine Blicke sich verstecken.

Ich bin da.

Wenn die Beine nicht so wollen,
deine Wut dich aufschäumen lässt
und du noch Hass in dir trägst.

Ich bin da.

Solltest du meine Liebe beenden,
wenn du dich ungerecht behandelt fühlst
und dich freuen bei klarem Wetter.

So bleib ich da.

-A

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Besuch –

Du besuchst mich
jede Woche.
Du suchst mich
einmal in der Woche.

Mittwochs um halb drei
stehst du da
und weinst.
Mittwochs weinst du
die ganze Zeit.

Die Blumen wachsen,
die du mir mitgebracht.
Du gießt sie selbst,
lässt keinen an sie heran.

Du sprichst zu mir
einmal die Woche,
weinst dabei
und verschluckst die Worte.

Ich warte,
zähle die Tage
bis du wieder da stehst
und mich pflegst.
Am Mittwochnachmittag,
wenn du auch wieder gehst.

Nun reden wir jeden Tag,
lassen uns pflegen.
Sie besuchen uns
am Samstagvormittag.

-A

Hier kann du mehr Lesen oder du kannst mich durch den Kauf eines meine Bücher unterstützen.

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Die Wache am Rande der Schuld

Die Sehnsucht
in deinem Schatten zerfällt,
deine plötzliche Nähe
alles anhält.
Die Liebe, die mir entrann,
hat sofort wieder begonnen.

All der Zweifel,
der mich so plagte,
ob du zurückkommst
und ich in der Einsamkeit warte.
Mit dem Schmerz, der erwachte,
als Begleiter meiner Wache.

Die Wache
am Rande der Schuld,
die ich mir auflud,
weil ich zu schnell aufgab.
Unser bedingungsloser Zug fuhr los
und kein Signal mehr aus der Ferne ruft.

Wir waren uns einig
alles, was wir sind, ist heilig.
Bedingungslose Liebe bis in den Tod,
auch wenn der eine dem anderen
mal weh tut,
ohne Absicht, ohne Not.

Doch ein Moment
ist mal zu viel.
Es kocht über an Emotionen
und aus einer Nichtigkeit
wird verletzte Eitelkeit,
die nicht an unsere Liebe erinnert.

Die Wache
am Rande der Schuld,
die ich mir auflud,
weil mich die Dummheit zu sich rief,
für einen Moment ohne Bedeutung.
Ich kann es nicht leugnen.

Die Sehnsucht
im Schatten zerfällt
nun ist es an uns,
ob alles wieder heilt.

-A

Kennst du schon: So enden wir

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Ein Gedicht über Freundschaft: Freunde

Freunde

Reden,
einfach reden,
über Gott und die Welt,
nichts zu verlieren zwischen uns zwei.

Spüren,
einfach spüren,
wenn es weh tut
und Trost spenden uns zwei.

Ein Band,
ein Band zwischen uns zwei.
Nichts trennt es,
niemand besitzt die Schere,
die es verletzt.

Spaß,
so viel Spaß,
lachen, tanzen, schreien,
niemand kann das so, wie wir zwei.

Schmerz,
tiefer Schmerz,
er frisst uns nicht auf,
denn wir sind stark.

Reden,
einfach reden,
und die Welt wird schön,
Freunde fürs Leben.

-A

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Männerrosa: Liebesgedichte & Herzenssprüche

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