Wintersonnenwende Gedicht: Wenn der Tag an Licht gewinnt

Die Wintersonnenwende markiert den kürzesten Tag des Jahres.
Nicht als Bruch, sondern als leise Bewegung. Dieses Wintersonnenwende-Gedicht betrachtet nicht die Zeit selbst, sondern ihre Gestalt – das Licht, das zaghaft zurückkehrt, und die Nacht, die allmählich Raum verliert.


Gedicht

Der Tag zeigt sich
von seiner kürzesten Seite.
Nicht von der Zeit,
eher durch seine Gestalt.

Denn das Licht des Tages,
das sich durch das Grau
und den weiten Nebel zieht,
ist so viel kürzer, als an allen
anderen, noch so schönen Tagen.

Der Winter die Sonne wendet,
und die tiefe schwarze Nacht
mit all ihren Diamanten
leuchtet ein bisschen länger,
ein bisschen verworrener.

Denn nun ist es an der Zeit,
die Sekunden abzugeben,
dass der Tag an Licht gewinnt
und der Nacht die Länge schwindet.


Gedanken zur Wintersonnenwende

Die Wintersonnenwende ist kein lauter Neubeginn.
Sie ist ein Versprechen in kleinen Schritten. Sekunde für Sekunde kehrt das Licht zurück – unaufdringlich, fast unbemerkt. Genau dort verortet sich dieses Gedicht: im Übergang zwischen Dunkel und Hoffnung.


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– Alexander

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Wenn alles leiser wird

Der Sommer wird leiser.
Dieses Gedicht nähert sich dem Übergang zwischen Wärme und Kälte, zwischen Abschied und Erinnerung. Eine poetische Momentaufnahme über das Verblassen, das Innehalten und das Bewahren dessen, was war.

Alles wird kälter,
kälter und kälter –
der Wind,
die Mauern,
die Herzen,
die sich stärker zusammenziehen.

Alles wird blasser,
blasser und blasser –
die Bäume,
die Horizonte,
die Hände,
die in den Taschen verschwinden.

Alles wird leiser,
leiser und leiser –
die Straßen,
die Stimmung,
die Stimmen,
die nach innen fliehen.

Alles wird rauer,
rauer und rauer –
der Tag,
die Begegnungen,
die Haut,
die nach mehr Wärme verlangt.

Doch alles wird schöner,
immer schöner –
die Gedanken,
die Erinnerungen,
die Bilder,
die wir im Sommer sammeln konnten.

„Wenn alles leiser wird“ weiterlesen

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Momente

Dieses Lebensgedicht folgt den Momenten eines Tages – vom Erwachen bis zur Nacht. Es erzählt von Farben, Stimmungen und Wahrnehmungen, die den Alltag begleiten und ihm Tiefe verleihen.


Lebendsgedicht „Momente“

Eine Nacht geht zu Ende,
der Tag beginnt.
Verschwommene Momente besinnen
rote Glut in blauer Pracht,
scheinendes Gelbes ist erwacht,
Strahlen des Lebens durchdringen die Phasen des Tages.

Grau ist der Regen,
von Stürmen umgeben,
blühende Wesen mich bewegen,
einsam im Grünen auf sie angewiesen.

Farbig das Leben schreit
in Streifzügen durch den Wald,
niederdrückende Wärme schafft den Geist.

Barfuß die Kälte ich spür,
auf dem Eis des Sees, den ich berühr,
kriechend im Schnee
eine feuchte Atmosphäre verspür.

Ein Tag geht zu Ende,
die Nacht beginnt,
düstere Momente besinnen,
schwarze Nacht verarbeitet Erlebnisse des Tages,
glühende helfen beim Schlaf.


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Das Gedicht findest du auch in meinem Buch Männerrosa.

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Männerrosa: Liebesgedichte & Herzenssprüche

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