Zappen ist nicht so mein Ding.
DVDs sind doch schon lange nicht mehr in.
Politik-Talk ist doch immer dasselbe.
Reden und reden, kommen vom Regen in die Traufe.
Ich nenne es Verblödungs-TV.
Ja ja – Adam und Eva nackt auf einer Insel anschauen.
Ne ne – da ist mir meine Zeit zu schade,
ich stell mir erstmal mein Sofa gerade.
Nach Lesen steht mir heute auch nicht der Sinn,
da lieg ich nun auf meinem kuschligen Ding.
Nen Podcast auf Apple wählen.
Wow, Gedichte kann man nun auch hören.
Ich bin die Liebe.
Ja ja, Liebe, Triebe, Heiterkeit,
mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid.
Oh, ein Podcast über Zähne ist auch dabei.
Irgendwie ist das alles heute nicht meins.
Ok, Netflix, mal sehen, was da heute so erscheint.
So ein richtiger Klassiker wäre geil,
mit Chips, M&M´s und Popcorn Dreierlei.
Uhhh, wenn Sylvester mal wieder
„Adrian“ schreit
und Tom Cruise als Jerry McGuire
“Du vervollständigst mich” – säuselt
und Rene Zellweger fast dabei weint.
Es wird eine lange Nacht.
Ich mich nicht entscheiden kann.
Wer setzt wen schachmatt?
Oder doch Bud Spencer – „Buddy haut den Lucas“?
Mal so richtig gruseln.
Bei Dracula ich mich ja eher vor Lachen kugle.
“ES” hat’s da bei mir schon leichter.
Eine Clown-Maske wiegt so schwer wie 13 böse Geister.
Uhhh, eine spanische Telenovela!
Ok – es sind eher die hübschen Schauspieler
als der Inhalt und das Thema.
Ab und an braucht man das fürs Langweile-Schema.
Jetzt wird es aber Zeit,
Es ist doch schon halb eins.
Was zum Einschlafen wäre doch nett,
also noch etwas Politik und ab ins Bett.
-A
Alle gesprochene Gedichte findest du im Moment auf allen Streaming Plattformen. Alle Links
Papa, es tut mir leid,
dass ich nicht da war,
als du bereit warst zu gehen.
Ich war zu beschäftigt
mit dem alltäglichen Scheiss,
den man so erlebt.
Keine Ausreden hier.
Das Leben ist nur manchmal zu viel.
Die Welt schaut auf mich
und ich vergesse dich und mich.
Und nun kann ich nicht vergessen,
dass ich nicht da war. Für dich.
Ich verlaufe mich in unseren Erinnerungen,
die nicht vergehen – zum Glück.
Papa, es tut mir leid,
dass ich nicht öfter da war.
Bei dir und deinen Worten
auch, wenn du nicht mehr sprichst,
höre ich deine Stimme.
Lässt mich auch heute nicht im Stich.
Keine Schmeichelei hier.
Du hattest das Leben in dir.
Alle meine Gedanken
hast du einst gepflanzt.
Bewege mich mit einem Teil deines Verstandes,
der mich schon oft gerettet hat,
weil du das Leben so gut verstanden hast
und ich nun aus der Erinnerung alles wissen kann.
Papa, es tut mir weh,
dass du so früh gegangen bist.
Siehst nicht wie ich lachen kann.
Mit der Liebe, die mich zum Lachen bringt,
als wären wir geschaffen dafür alles zu geben.
Lieben, lachen, weinen hast du mir vorgelebt.
Papa, es tut so gut,
meine Gedanken an dich zu erhalten,
denn diese Erinnerungen sind ein Antrieb,
auch in schwierigen Zeiten.
Ich verweile im Auf und Ab der Distanzierung.
Was ist erlaubt und was nicht.
Die Änderung ist da stetig.
In der Stille – mit mir selbst – erlaube ich mir alles.
Alles, was mir gefällt.
Ich erlaube mir, zu lieben.
Die Distanzierung zu belügen.
Den einen Mann zu kriegen, der mich sieht.
Der mich „Mein Schöner“ nennt
und meine wahre Schönheit erkennt.
Unsere Gezeiten der Berührung bilden eine Brücke
in einer Zeit der großen zwischenmenschlichen Lücke.
Denn wir zwei bilden eins,
denn auch wenn wir oft die Ebbe spüren,
die Flut im Herzen lässt die Emotionen jeden Tag hoch pulsieren.
So scheint, ob fern oder nah, die Berührung da.
Auch wenn das Wasser sich zurückzieht
und einen Keil zwischen uns schiebt.
Die Liebe stetig die Gravitation besiegt
für die Berührung in den Gezeiten.
Die Beziehung, die alles fordert
und alle Möglichkeiten gibt.
Manche Orte bleiben in uns — nicht, weil wir sie halten, sondern weil sie uns nie ganz verlassen haben. Ein Liebesgedicht über Erinnerung und Sehnsucht.
Meine Liebe
Ich weiß, es ist lange her.
Zwischen uns lag dieses große Meer.
Das Meer der Verzweiflung,
mit Wellen aus Entgleisungen.
Wir beide hatten Ansichten,
die nicht passten und im Weg standen.
Und doch, spüre ich noch immer deine Aura.
Wie damals, als du meinen Raum betratest.
Das Gefühl, der Tanz und das ganze Drumherum.
So unvergleichlich schön und auch dumm.
Wenn man bedenkt, wie verliebt wir waren
und wussten von Anfang nicht, was wir taten.
Ich weiß, es ist lange her und ich schreibe,
weil ich das Gefühl nicht loswerde.
Dieses – da war doch mehr.
Auch wenn die Zeiten schon vergangen sind,
trage ich eine gewissen Unruhe in mir drin.
Das kleine Kopfspielchen: „Was wäre, wenn?“
Und die kleine Angst etwas verpasst zu haben.
Da ist er nun. Mein Gedanke.
Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen.
Ganz klar gegen den Verstand.
Such mich da, wo wir einst waren,
als wir uns unsere Liebe gestanden!
Denn hier bin ich schon eine Weile.
Verbringe meine Zeit mit den Gezeiten.
Mit den Gedanken an deiner Seite.
-A
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Auch im schillerndsten Licht
finden wir an so manchen Tagen keine Antworten.
Die Motten kreisen und verbergen alles,
was die Welt sonst noch so bewegt.
Menschen verstecken sich
und haben keine Gedanken für uns übrig.
Sie sind wankelmütig.
Wir nehmen es ihnen nicht übel,
sie meinen es nicht so, nicht?
Die dunkle Stille ist die Wahrhaftigkeit
genau in diesem Moment.
Dieser Moment besiegt dich aber nicht,
denn du verschaffst dir dein eigenes Licht.
Du bist der Funken und zündest die Helligkeit
– für ein bisschen Klarheit in dieser Welt.
Es lodert in dir, das Feuer,
und fängt an zu brennen.
Da leuchtest du schon von der Ferne –
wie eine Fackel im Wind.
So stark und kräftig aus einem Stück trockenem Holz,
mit viel Sauerstoff gebunden.
Aus deinen Gedanken entspringt die Wirklichkeit,
wie alles sein kann durch den Funken in dir selbst.
Denn wenn alles schwindet,
wirst du zum Leuchtfeuer.
Du bist nicht hier für diesen Moment.
Doch mein Gedanke trägt
uns beide bis zum Ende.
Ein kleiner Tanz ohne Musik.
Ein Summen vielleicht
mit einer einfachen Melodie.
Sie wiegt uns zusammen
auf dem warmen Boden.
Auf der Straße, in der Nähe,
wo wir wohnen. Und der Mond
verleiht uns unser Scheinwerferlicht.
Nur du und ich im Rampenlicht.
Ein Lächelmoment sich in mein kleines Herz drängt.
Ja das sind wir. Also ich mit meinen Gedanken
und ich nehme dich einfach immer mit,
wenn du gerade nicht bei mir bist.
Manchmal braucht Liebe keine großen Worte. Manchmal genügt das stille Versprechen, da zu sein — wenn alles wankt. Dieses Gedicht ist für all jene, die sich wünschen, getragen zu werden.
Ich tage dich abends in mein Bett, lege dich sanft hinein
und am Morgen wieder hinaus. Alles von vorn.
Beim Zähneputzen grinse ich in mich hinein.
Sehe dich neben mir stehen, mit Schaum vor dem Mund.
Ich trage dich durch den Tag, wenn ich in die Stadt gehe
und bei der Arbeit gerade dumme Menschen ertrage.
Hier hilfst du mir mein positiver Gedanke zu sein, obgleich es nur Sekunden sind, in den ich wahrscheinlich verweile.
Ich trage dich, weil ich deine sanfte Nähe brauche. In der ich mich wohl fühle und spüre, dass alles leichter wird.
Ja, wenn ich dich trage, bist du weder schwer noch leicht.
Ich schwebe eher und hebe ein bisschen ab. Ganz seicht.
Ich trage dich in meinem Herzen. Solange ich kann. Bewahre deine Schönheit und den Schmerz, der mich am Leben hält.
Was denkst du? Magst du die Gedanken, dann lass mir gerne ein Kommentar hier!
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