Such mich da, wo wir einst waren

Manche Orte bleiben in uns — nicht, weil wir sie halten,
sondern weil sie uns nie ganz verlassen haben.
Ein Liebesgedicht über Erinnerung und Sehnsucht.


Meine Liebe

Ich weiß, es ist lange her.
Zwischen uns lag dieses große Meer.
Das Meer der Verzweiflung,
mit Wellen aus Entgleisungen.

Wir beide hatten Ansichten,
die nicht passten und im Weg standen.
Und doch, spüre ich noch immer deine Aura.
Wie damals, als du meinen Raum betratest.

Das Gefühl, der Tanz und das ganze Drumherum.
So unvergleichlich schön und auch dumm.
Wenn man bedenkt, wie verliebt wir waren
und wussten von Anfang nicht, was wir taten.

Ich weiß, es ist lange her und ich schreibe,
weil ich das Gefühl nicht loswerde.
Dieses – da war doch mehr.
Auch wenn die Zeiten schon vergangen sind,
trage ich eine gewissen Unruhe in mir drin.

Das kleine Kopfspielchen: „Was wäre, wenn?“
Und die kleine Angst etwas verpasst zu haben.
Da ist er nun. Mein Gedanke.
Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen.
Ganz klar gegen den Verstand.

Such mich da, wo wir einst waren,
als wir uns unsere Liebe gestanden!
Denn hier bin ich schon eine Weile.
Verbringe meine Zeit mit den Gezeiten.
Mit den Gedanken an deiner Seite.

-A

Mehr moderne Liebesgedichte → hier findest du sie alle
Ein ähnliches Gedicht über Vergänglichkeit → „Die wir waren
Weitere Poesie über Liebe → Mein Bücher

Loading

Verfallen – Ein Liebesgesdicht über den ersten Moment

Manchmal beginnt Liebe nicht leise —
sondern mit einem Fallen, das sich wie Fliegen anfühlt.
Dieses Liebesgedicht über Hingabe erzählt davon,
wie es ist, jemandem so sehr zu verfallen,
dass die Welt kurz stehen bleibt.


Ich bin dir verfallen
am ersten Tag,
vom ersten Blick,
der mich in deinen Bann zog.

Ein warmes Lächeln,
eine kleine Berührung am Arm,
so zärtlich
deine Hände waren.

Der erste Abend
viel zu kurz
bis in die tiefe Nacht,
ein Spaziergang, der alles verändert hat.

Eine Trennung
von kurzer Zeit
am nächsten Tag,
eine Entscheidung für die Ewigkeit.

Wir gehören zusammen.
Zu zweit durch dick und dünn.
Die Liebe hat es uns angetan,
zwei Schicksale verbunden.

-A

Mehr moderne Liebesgedichte → einfach hier klicken
Ein weiteres Gedicht über tiefe Nähe → Angst dich zu lieben
Poesie über Liebe jenseits von Normen → Alles in meinem Buch

Loading

Schlüssel zum Sommer

Manchmal verliert sich der Sommer
nicht im Kalender, sondern zwischen Terminen,
Gedanken und dem, was wir auf später verschieben.
Und manchmal liegt er näher, als wir glauben.


Die Schlüssel zum Sommer
sind verloren gegangen,
zwischen der Arbeit und
dem ständigen politischen Gerangel.

Kaum gemerkt,
wie die Zeit vergeht.
Die Straßen werden wieder grau
und verlieren ihr Sommerglitzern
durch den ständigen Regen.

Zu kurz war die Zeit,
denn die Zeit drängt uns
nun in der Dunkelheit
zur Arbeit zu gehen.
Unsere Pläne wieder einmal
auf Eis liegen.

Die Blätter fliegen zu schnell
im täglichen Rausch.
Der Herbst spielt seine Musik
und ich fordere dich auf
mit mir tanzen zu gehen.

Mit prasselnden Regen
und den kleinen stürmischen Winden
fegen wir durch Wohnung
und bereiten uns vor
für unseren Tanz ins Eheleben.

Und ich bin mir sicher
die Schlüssel tauchen wieder auf,
holen alle Pläne
aus den Schubladen raus
und werden am Hochzeitstag Softeis lecken.

Bis dahin
kuschle ich dich einfach nieder,
versprühen Funken
durch aufschlagende Augenlider.
Sparen Energie durch unsere Körper,
die eng aneinander liegen.

Die Schlüssel zum Sommer liegen
in unserer Kleinigkeitenbox
bei den Sommerbildern.

-A


Möchtest du noch mehr lesen?
In Moderne Liebesgedichte findest du Texte über Nähe, Alltag und Wahrhaftigkeit. Weitere Gedichte entdeckst du im
Männerrosa Gedichte Blog.

Loading

Das Wunder in dir

Es gibt Momente, in denen man sich verliert —
zwischen Menschen, Erwartungen, Lärm.

Dieses Gedicht über Selbstfindung und innere Unruhe
erzählt davon, wie du aus der Masse heraustrittst
und zurückfindest zu dir selbst.


Es sticht hier und da.

Man fragt sich,
was nur los ist
mit einem selbst.

Man will sich gehen lassen,
sich hinreißen lassen
von den Massen,

in der Bewegung
mitgetrieben werden
und kurz vergessen,
was sich innerlich zeigt.

Am Ende bleibt nicht viel,
außer immer wieder
das eigene gewählte Ziel.

In einem Moment,
vor deinem Auge,
erschleicht sich
der eine Gedanke.

Wie durch ein großes Wunder
kommst du aus dir heraus,
beginnst von vorn,

bei dir allein zu sein,
nicht mit den Massen
zu verschwimmen,

um daran zu arbeiten,
was deine Wichtigkeit ist.

-A


Weitere Texte über Gefühle & Selbstfindung 
Ein Gedicht über innere Ruhe / innere Kämpfe „Poesie Hässlichkeit
Link zu deinem Buch Männerrosa

Loading

Du wirst zum Leuchtfeuer

Auch im schillerndsten Licht
finden wir an so manchen Tagen keine Antworten.
Die Motten kreisen und verbergen alles,
was die Welt sonst noch so bewegt.
Menschen verstecken sich
und haben keine Gedanken für uns übrig.

Sie sind wankelmütig.
Wir nehmen es ihnen nicht übel,
sie meinen es nicht so, nicht?
Die dunkle Stille ist die Wahrhaftigkeit
genau in diesem Moment.
Dieser Moment besiegt dich aber nicht,
denn du verschaffst dir dein eigenes Licht.
Du bist der Funken und zündest die Helligkeit
– für ein bisschen Klarheit in dieser Welt.
Es lodert in dir, das Feuer,
und fängt an zu brennen.

Da leuchtest du schon von der Ferne –
wie eine Fackel im Wind.
So stark und kräftig aus einem Stück trockenem Holz,
mit viel Sauerstoff gebunden.
Aus deinen Gedanken entspringt die Wirklichkeit,
wie alles sein kann durch den Funken in dir selbst.
Denn wenn alles schwindet,
wirst du zum Leuchtfeuer.

-A

Loading