Liebe wandelt sich – und doch bleibt sie dieselbe.
Diese modernen Liebesgedichte erzählen von Nähe, Sehnsucht und dem leisen Verstehen zwischen zwei Menschen. Von Momenten, die sich nicht erklären lassen – aber bleiben.
Alexander von Männerrosa schreibt über Liebe, wie sie heute gefühlt wird: echt, verletzlich und jenseits von Klischees.
Vielleicht findest du hier genau die Worte, die du selbst gerade nicht sagen kannst.
Der Liebe ist es egal, wen du liebst.
Wem du dein kleines Herz gibst.
Welchen Zeitraum du wählst dich selbst loszulassen,
um den einen Menschen endlich zu fassen.
Ob er einfach an einer Bordsteinkante steht
und dich mit dem ersten Blick versteht.
Der Liebe ist es egal, was deine Gedanken sind,
in diesem allerersten Moment eurer Zukunft.
Wie lange diese Zukunft auch sein mag
und du vielleicht nichts von deiner Liebe aufsparst.
Wenn alles sooo einfach und schön im Fluss ist,
der von Anfang an rosarot ans Ufer spritzt.
Der Liebe ist es egal, wen du wählst,
oder dich im Leben öfter verwählst.
Du dich nicht entscheiden kannst,
ob Frau oder Mann für den täglichen Geschlechterkampf.
Wenn du versagts nach Strich und Faden,
für ein Geständnis, um Liebe zu entfachen.
Der Liebe ist es wichtig, dass du liebst
und dein Herz ab und zu das Feuer spürt.
Du die eine wahre Seele findest,
die die Liebe empfängt, die du empfindest.
Der Liebe ist es egal, was danach kommt.
Du hast geliebt. Das ist es, worauf es ankommt.
Manche Orte bleiben in uns — nicht, weil wir sie halten, sondern weil sie uns nie ganz verlassen haben. Ein Liebesgedicht über Erinnerung und Sehnsucht.
Meine Liebe
Ich weiß, es ist lange her.
Zwischen uns lag dieses große Meer.
Das Meer der Verzweiflung,
mit Wellen aus Entgleisungen.
Wir beide hatten Ansichten,
die nicht passten und im Weg standen.
Und doch, spüre ich noch immer deine Aura.
Wie damals, als du meinen Raum betratest.
Das Gefühl, der Tanz und das ganze Drumherum.
So unvergleichlich schön und auch dumm.
Wenn man bedenkt, wie verliebt wir waren
und wussten von Anfang nicht, was wir taten.
Ich weiß, es ist lange her und ich schreibe,
weil ich das Gefühl nicht loswerde.
Dieses – da war doch mehr.
Auch wenn die Zeiten schon vergangen sind,
trage ich eine gewissen Unruhe in mir drin.
Das kleine Kopfspielchen: „Was wäre, wenn?“
Und die kleine Angst etwas verpasst zu haben.
Da ist er nun. Mein Gedanke.
Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen.
Ganz klar gegen den Verstand.
Such mich da, wo wir einst waren,
als wir uns unsere Liebe gestanden!
Denn hier bin ich schon eine Weile.
Verbringe meine Zeit mit den Gezeiten.
Mit den Gedanken an deiner Seite.
-A
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Manchmal beginnt Liebe nicht leise — sondern mit einem Fallen, das sich wie Fliegen anfühlt.
Dieses Liebesgedicht über Hingabe erzählt davon, wie es ist, jemandem so sehr zu verfallen, dass die Welt kurz stehen bleibt.
Ich bin dir verfallen
am ersten Tag,
vom ersten Blick,
der mich in deinen Bann zog.
Ein warmes Lächeln,
eine kleine Berührung am Arm,
so zärtlich
deine Hände waren.
Der erste Abend
viel zu kurz
bis in die tiefe Nacht,
ein Spaziergang, der alles verändert hat.
Eine Trennung
von kurzer Zeit
am nächsten Tag,
eine Entscheidung für die Ewigkeit.
Wir gehören zusammen.
Zu zweit durch dick und dünn.
Die Liebe hat es uns angetan,
zwei Schicksale verbunden.
-A
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Manchmal verliert sich der Sommer nicht im Kalender, sondern zwischen Terminen,
Gedanken und dem, was wir auf später verschieben. Und manchmal liegt er näher, als wir glauben.
Die Schlüssel zum Sommer
sind verloren gegangen,
zwischen der Arbeit und
dem ständigen politischen Gerangel.
Kaum gemerkt,
wie die Zeit vergeht.
Die Straßen werden wieder grau
und verlieren ihr Sommerglitzern
durch den ständigen Regen.
Zu kurz war die Zeit,
denn die Zeit drängt uns
nun in der Dunkelheit
zur Arbeit zu gehen.
Unsere Pläne wieder einmal
auf Eis liegen.
Die Blätter fliegen zu schnell
im täglichen Rausch.
Der Herbst spielt seine Musik
und ich fordere dich auf
mit mir tanzen zu gehen.
Mit prasselnden Regen
und den kleinen stürmischen Winden
fegen wir durch Wohnung
und bereiten uns vor
für unseren Tanz ins Eheleben.
Und ich bin mir sicher
die Schlüssel tauchen wieder auf,
holen alle Pläne
aus den Schubladen raus
und werden am Hochzeitstag Softeis lecken.
Bis dahin
kuschle ich dich einfach nieder,
versprühen Funken
durch aufschlagende Augenlider.
Sparen Energie durch unsere Körper,
die eng aneinander liegen.
Die Schlüssel zum Sommer liegen
in unserer Kleinigkeitenbox
bei den Sommerbildern.
Lass mich dich lieben,
ohne uns zu verbiegen,
dich einhüllen in mein Leben,
so dass es unseres wird,
mit unseren Geschichten.
Lass mich dich küssen,
an Stellen, die dich verzücken,
dich berühren und verführen
an jedem verdammten Tag,
den wir zusammen haben.
Lass mich deine Schönheit spüren
im Dunkel der Nacht,
denn was du in dir trägst,
kommt dann noch besser zu Tage,
du so schön von innen nach außen lachst.
Komm, lass mich deine Hand halten
und ein bisschen bei dir verweilen,
bis die Sonne den Mond versiegelt,
meine Augen wollen dich nicht loslassen
und doch der Schlaf mich irgendwie besiegt.
Lass mich dich lieben,
ohne uns jemals zu bekriegen,
Blicke austauschen, die nie versiegen,
wie die kitschigen Sonnenaufgänge,
die auf den Polaroids mit uns gemeinsam festkleben.
Der Sommer in seinen letzten Zügen.
Die Sonne brennt auf meinem Rücken,
Schweissperlen spielen und kitzeln mich,
laufen davon, bin benommen vom Licht.
Der Weg zum Strand mich schindet,
das Hemd schnell meine Hände findet,
mein Körper atmet die 7 Winde,
Schweissperlen in die Hose rinnen.
Die Zehen spielen im Sand,
kaum zwei Seelen am Strand,
streife langsam die Hose ab,
alles, was klebt, alles, was ich anhabe.
Ich rausche mit der Freiheit ins Wasser,
geniesse jeden Tropfen, der mich umhüllt,
meine Haut sich zusammenzieht und abkühlt,
schwimme hinaus Zug um Zug ins Freie.
Die Wellen treiben mich zurück,
bin berauscht vom Meer & und von nacktem Glück,
weil alle meine Sinne nun Eins bilden,
kann ich wieder klarsehen.
Lasse die letzten Sonnenstrahlen ihre Arbeit tun,
auf jeden Zentimeter trocknen die Tropfen,
bleibe noch ein bisschen nackt liegen,
weil sich alles so viel besser anfühlt.
Du bist nicht hier für diesen Moment.
Doch mein Gedanke trägt
uns beide bis zum Ende.
Ein kleiner Tanz ohne Musik.
Ein Summen vielleicht
mit einer einfachen Melodie.
Sie wiegt uns zusammen
auf dem warmen Boden.
Auf der Straße, in der Nähe,
wo wir wohnen. Und der Mond
verleiht uns unser Scheinwerferlicht.
Nur du und ich im Rampenlicht.
Ein Lächelmoment sich in mein kleines Herz drängt.
Ja das sind wir. Also ich mit meinen Gedanken
und ich nehme dich einfach immer mit,
wenn du gerade nicht bei mir bist.
Manchmal bleiben wir an dem hängen, was wir einmal waren – an einem Blick, einer Bewegung, einem unsichtbaren Zuhause. Dieses Liebesgedicht über Vergänglichkeit erzählt vom Loslassen und vom sanften Schmerz der Erinnerung.
Die wir waren
Werden wir immer die sein, die wir waren
oder ein Gefecht mit uns austragen,
um zu sein wie ein Bild des anderen.
Wir sind einander ähnlich und vertraut,
sodass sich das Gefecht in uns aufbaut.
Verschieden sollten wir sein in jedem Punkt,
um ein Gefecht zu provozieren
und so neues Leben in uns zu bewegen.
Still wird es werden um uns,
und die, die wir waren, verlieren den Krieg.
Es geht ganz schnell auseinander,
wenn Langeweile entsteht.
Werden wir immer die sein,
die wir waren,
oder Veränderung zulassen,
um Frieden zu bewahren.
-A
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Manchmal braucht Liebe keine großen Worte. Manchmal genügt das stille Versprechen, da zu sein — wenn alles wankt. Dieses Gedicht ist für all jene, die sich wünschen, getragen zu werden.
Ich tage dich abends in mein Bett, lege dich sanft hinein
und am Morgen wieder hinaus. Alles von vorn.
Beim Zähneputzen grinse ich in mich hinein.
Sehe dich neben mir stehen, mit Schaum vor dem Mund.
Ich trage dich durch den Tag, wenn ich in die Stadt gehe
und bei der Arbeit gerade dumme Menschen ertrage.
Hier hilfst du mir mein positiver Gedanke zu sein, obgleich es nur Sekunden sind, in den ich wahrscheinlich verweile.
Ich trage dich, weil ich deine sanfte Nähe brauche. In der ich mich wohl fühle und spüre, dass alles leichter wird.
Ja, wenn ich dich trage, bist du weder schwer noch leicht.
Ich schwebe eher und hebe ein bisschen ab. Ganz seicht.
Ich trage dich in meinem Herzen. Solange ich kann. Bewahre deine Schönheit und den Schmerz, der mich am Leben hält.
Was denkst du? Magst du die Gedanken, dann lass mir gerne ein Kommentar hier!
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