Du sammelst mich auf

Manchmal ist Liebe kein Begehren, sondern Bleiben.
Dieses Liebesgedicht erzählt von Freundschaft, von Nähe in schwierigen Momenten und davon, wie es sich anfühlt, aufgefangen zu werden, wenn man selbst nicht mehr kann.

Du sammelst mich auf,
wenn alles zerbricht.
Du sammelst mich auf,
wenn das Herz zerbricht,
aufhört zu schlagen
und nichts mehr
durch die Adern fließt.

Du fegst alles zusammen
und nimmst mich mit zu dir.
Du versuchst zu beleben,
was sich kaum noch regt.
Das T-Shirt ist mit Tränen besät
und trocknet kaum auf dem Weg zu dir.

Dein Bett wiegt mich in Geborgenheit.
Die Stille und eine liebevolle Umarmung
beruhigen mein Herz für den Moment.
Doch die Nacht verrät Unruhe,
weil meine Gefühle so wild in mir spielen.
Die Zigaretten in der Küche verglühen.

Die ganze Nacht sitz ich nun hier,
rauche eine nach der anderen,
bis die Sonne den Mond wegschiebt.
Ich versuche zu verstehen,
gähnend im Sonnenaufgang:
Wie konnte das alles passieren?

Du sammelst mich auf
in der rauchigen Morgenluft.
Machst mir Frühstück und bist der
Freund, der nicht zu fragen versucht.
Du ergründest nicht die Situation,
bist einfach nur da für mich.
Nichts ist mehr, wie es ist.

Was bleibt, sind Ränder aus Salz
und der Gang in diese Welt,
wie auf tausend Nadeln.
Jeder einzelne Stich geht direkt ins Herz
und bohrt die Wunden weiter auf,
versetzt mich in einen Rausch.

Doch du sammelst mich auf.

-A

Weitere Texte findest du im Gedichte Blog.

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Die Welt spricht Krieg – ein Gedicht über Macht und Profit

Die Welt spricht Krieg,
all die kleinen Scherben
von Neununddreißig
noch immer auf dem
braunen Boden liegen.

Niemand hat je gesiegt,
wenn die Freiheit brennt
und die Demokratie
wieder und wieder
unter Beschuss steht.

Mit Waffen wird gezählt,
mit blutigen Körpern bezahlt,
und das Geld wächst
mit zitternden Zollverhandlungen
im Schatten der Gewalt.

ETFs sind die neuen Fahnen,
ihr Flattern klingt nach Profit.
Im Lärm des Krieges
wird mehr und mehr Geld verdient.
Krieg ist eine Maschinerie.

Die Welt spricht Macht.
Zweiundzwanzig wagt einer,
was keiner wagt,
schiebt sich vor in ein Land
mit Propaganda und Größenwahn.

Aus Braun wird Blau,
Angst und Unmut wachsen,
schaffen neugeborenes Vertrauen.
„Wir schaffen das“
hat in der Gesellschaft keinen Platz.

…Fortsetzung folgt

Das Gedicht „Die Welt spricht Krieg“ reflektiert die Wiederkehr alter Muster: Krieg, Nationalismus, Machtstreben und wirtschaftlicher Profit bestimmen erneut die Weltordnung. Die Anspielung auf „Neununddreißig“ erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkriegs, dessen „Scherben“ noch immer auf dem „braunen Boden“ liegen – ein Sinnbild für die unbewältigte Vergangenheit.

Gleichzeitig zeigt das Gedicht, wie moderne Kriege nicht nur mit Waffen, sondern mit Wirtschaft, Medien und Märkten geführt werden. „ETFs sind die neuen Fahnen“ verdeutlicht die Kommerzialisierung des Krieges – Profit wird zur neuen Ideologie.

Im letzten Teil verweist die Zeile „Aus Braun wird Blau“ auf politische Verschiebungen und das Wiedererstarken rechter Strömungen in Europa.
Das Gedicht endet mit einer düsteren Note: „Wir schaffen das“ – einst Symbol des Zusammenhalts – hat in der aktuellen Gesellschaft keinen Platz mehr.

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Danke fürs Vorbeischauen

Alexander

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Das kleine Post-it – ein Liebesgedicht über Erinnerung und Nähe

Das kleine Post-it
an der Tür
sagt mir jeden Tag,
im strahlenden Gelb:
Deine Liebe war hier.

Eine Erinnerung
an deinen letzten Besuch.
Auch wenn er lange her ist,
spüre ich noch deine Gedanken
hinter meiner Wohnungstür.

Das kleine Post-it
an der Tür,
mit dem kleinen k,
spricht unsere Sprache,
die nur wir verstehen.

So klebt es schon eine Weile,
erinnert mich jeden Morgen
an dein Lächeln,
an deine Liebe zu mir.
Du warst hier.

„Das kleine Post-it – ein Liebesgedicht über Erinnerung und Nähe“ weiterlesen

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Wenn alles leiser wird

Der Sommer wird leiser.
Dieses Gedicht nähert sich dem Übergang zwischen Wärme und Kälte, zwischen Abschied und Erinnerung. Eine poetische Momentaufnahme über das Verblassen, das Innehalten und das Bewahren dessen, was war.

Alles wird kälter,
kälter und kälter –
der Wind,
die Mauern,
die Herzen,
die sich stärker zusammenziehen.

Alles wird blasser,
blasser und blasser –
die Bäume,
die Horizonte,
die Hände,
die in den Taschen verschwinden.

Alles wird leiser,
leiser und leiser –
die Straßen,
die Stimmung,
die Stimmen,
die nach innen fliehen.

Alles wird rauer,
rauer und rauer –
der Tag,
die Begegnungen,
die Haut,
die nach mehr Wärme verlangt.

Doch alles wird schöner,
immer schöner –
die Gedanken,
die Erinnerungen,
die Bilder,
die wir im Sommer sammeln konnten.

„Wenn alles leiser wird“ weiterlesen

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Blinder Geist – Lebensgedicht über Hochmut, Blindheit und den nahenden Fall

Hochmut kommt vor dem Fall, oder?
Dieses Lebensgedicht gehört zu meinen ersten Texten, in denen ich mich sehr kritisch mit Menschen auseinandersetze, die von Erfolg und Selbstüberschätzung geblendet sind. Menschen, die andere übersehen, Warnungen ignorieren und glauben, das Leben sei unendlich auf ihrer Seite – bis die Realität sie einholt.

Blinder Geist

Eine enge Schlinge,
die dich umfasst,
doch du spürst sie nicht.

Das Leben spielt mit dir,
du trägst dich hoch zu Ross,
obwohl der Bruch so nah.
Lachend schaust du in die Zukunft,
weißt nichts von deinem Schmerz.

Schmerz in deiner Welt –
undenkbar.
Die Sonne umgibt dich,
vom Erfolg verwöhnt.
Graue Wolken sind bezahlte Diener,
weit von dir geschoben.

Jahrzehnte hast du dich verwöhnt,
die anderen Menschen nicht gesehen.
Geschäfte ohne Hintergrund,
Verletzungen –
so blind ist dein Geist.

Doch der Schmerz wird kommen,
der Ruin ist dir nah.
Die Schlinge zieht sich fester,
deine Luft wird knapp.

Wo sind die Menschen,
die dir beistehen?


Interpretation

Dieses Lebensgedicht zeigt, wie Hochmut und Selbsttäuschung uns von anderen entfernen. Wer nur in seinem eigenen Glanz lebt, verpasst das Wesentliche: Nähe, Menschlichkeit und wahre Verbundenheit. „Blinder Geist“ erinnert daran, dass der Sturz kommt, wenn wir das Leben nicht mit Demut und offenen Augen betrachten.

Lass mir gerne ein Kommentar da oder lies gerne hier auf meiner Seite weiter, wenn du magst. Lies mehr Poesie Pur – dort warten Gedichte voller Emotion und Wahrhaftigkeit. ✍️💫
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Momente

Dieses Lebensgedicht folgt den Momenten eines Tages – vom Erwachen bis zur Nacht. Es erzählt von Farben, Stimmungen und Wahrnehmungen, die den Alltag begleiten und ihm Tiefe verleihen.


Lebendsgedicht „Momente“

Eine Nacht geht zu Ende,
der Tag beginnt.
Verschwommene Momente besinnen
rote Glut in blauer Pracht,
scheinendes Gelbes ist erwacht,
Strahlen des Lebens durchdringen die Phasen des Tages.

Grau ist der Regen,
von Stürmen umgeben,
blühende Wesen mich bewegen,
einsam im Grünen auf sie angewiesen.

Farbig das Leben schreit
in Streifzügen durch den Wald,
niederdrückende Wärme schafft den Geist.

Barfuß die Kälte ich spür,
auf dem Eis des Sees, den ich berühr,
kriechend im Schnee
eine feuchte Atmosphäre verspür.

Ein Tag geht zu Ende,
die Nacht beginnt,
düstere Momente besinnen,
schwarze Nacht verarbeitet Erlebnisse des Tages,
glühende helfen beim Schlaf.


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Der König

Dieses Gedicht zeichnet das Bild einer Herrscherfigur zwischen Stärke und Verletzlichkeit. „Der König“ bewegt sich zwischen Macht, innerem Kampf und der Sehnsucht nach Liebe – als poetische Figur menschlicher Widersprüche.

DER KÖNIG

Ich bin der König
der Siege.
Ich mich auch selbst bekriege,
hier und da belüge.

Ich siege für uns.
Ich führe Krieg für uns.
Gehe voran mit unendlichem Mut.
Achtsamkeit – bin auf der Hut.

Ich bin der König.
Ich bin eure Macht.
Schaut meine Narben an,
was das Leben mit mir macht.

Mache weiter und nutze meine Macht.
Stelle heraus,
bringe das Licht zum Tag
und gewaltige Schatten in die Nacht.

Ich bin der König
der Gerechtigkeit.
Ich scheue nicht zu entscheiden
für Recht und Sicherheit.

Ich stelle mich über euch.
Hört mich an!
Erzähle euch,
was ich mit euch machen kann.

Ich bin der König
der Triebe.
Verschlinge Seelen
mit all den menschlichen Zügen.

Hört mich an!
Hört mich an!
Wie überlegen
Ich euch sein kann.

Ich bin der König
der Diebe.
Ich stehle eure Herzen
für die einzig wahre Liebe.

„Der König“ weiterlesen

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Ich bin

Dieses Lebensgedicht über Identität  ist ein poetischer Spiegel der Seele.
In der wiederholten Formel „Ich bin“ entfaltet sich ein vielschichtiges Bild menschlicher Identität – zwischen Widersprüchen, Emotionen und inneren Gegensätzen.
 

Ich bin das Chaos
in der Struktur.

Ich bin die Entscheidung
aus der Natur.

Ich bin die Laune
in der Erinnerung.

Ich bin das Ziel
in der Verwirrung.

Ich bin der Mut
am helllichten Tag.

Ich bin die Angst,
vergraben in der Nacht.

Ich bin der Stolz
seit meiner Geburt.

Ich bin der Hass
für die neidische Brut.

Ich bin der Sonnenschein
für mein Herz.

Ich bin der Sonnenschein
für mein Herz.

Ich bin das Lächeln,
in sich gekehrt.

Ich bin der letzte Schimmer
auf deiner Haut.

Ich bin deine Wärme,
ganz vertraut.

-A

„Ich bin“ weiterlesen

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Liebes-Lied – Rainer Maria Rilke

Rilkes „Liebes-Lied“ (1907, *Neue Gedichte*) gilt als Inbegriff moderner Liebeslyrik: filigran, nachdenklich, voller stiller Intensität. Unten findest du den Originaltext, eine leicht verständliche Analyse sowie eine Hörprobe zum Nachspüren der leisen Melodie.

Originaltext Liebes Lied

Wie soll ich meine Seele halten, dass
sie nicht an deine rührt?
Wie soll ich sie hinheben über dich
zu andern Dingen?

Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.

Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.

Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

„Liebes-Lied – Rainer Maria Rilke“ weiterlesen

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Date

Dating ist manchmal Hoffnung, manchmal Müdigkeit –
und oft beides zugleich. Dieses lustige Gedicht erzählt ironisch vom Frust des Kennenlernens, von Erwartungen, kleinen Enttäuschungen und dem leisen Lächeln, das trotzdem bleibt.

Date

Ich kaufe mir was für die Augen
und für den Mund.
Oh, ein bisschen Hyaluron,
dann gefalle ich dir schon.

Heute mal wieder rasieren.
Der letzte mochte es haarig,
nix mit künstlichem Rasen.
Was Echtes über meine Narben.

Schnell noch trainieren,
meine Muskeln strapazieren,
bisschen was gegen den Dating-Frust,
das T-Shirt sitzt bis zum Lendenschutz.

Ab in die Röhre.
Die Jeans passt bis zur Knöchelhöhe.
Man, gut gibt es Elasthan,
so, noch ein paar Duft Spritzer, T-Shirt ran.

Da sitze ich mit dir,
du schaust auf meine Brust.
Ja, ich hab trainiert,
kennst du meine Augen schon?

Seine Augen nicht vom Bizeps weichen,
eigentlich ist er ganz hübsch.
Kann er auch meinen Worten lauschen?
Oder wieder nur so ein Checker Typ.

Der Wein wird nicht weniger,
er redet über seine Verehrer.
Hast du auch an mir Interesse?
Oder doch nur eine hübsche Fresse.

Ja, ich weiß das ist nicht nett,
aber wer will denn nur was fürs Bett?
Vielleicht eher was fürs Sofa,
Zusammen auch mal im Foodkoma.

Ich glaub, das wird heut wieder nix.
Er fragt gar nix über mich.
Ich stell erstmal das Daten ein
und bleib für mich, allein.

Aber pssst!
Wenn du da draußen bist
und mit Herz und Kopf bestichst,
dann antworte auf dieses Gedicht.

-A

Weitere Texte findest du im Gedichte Blog.
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